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LANDSEER
(europäisch-kontinentaler
Typ)
URSPRUNG
: Deutschland / Schweiz.
DATUM
DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
ORIGINAL- STANDARDES
: 24. 08. 1960.
VERWENDUNG
: Wach- und Begleithund.
KLASSIFIKATION
FCI:
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer,Molossoide, Schweizer Sennenhunde und
andere Rassen.
Sektion
2.2 Molossoide, Berghunde. Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD
: Der Landseer soll den Eindruck eines grossen, starken, harmonisch
gebauten Hundes hervorrufen. Er steht, besonders was den Rüden
anbetrifft, auf höheren Läufen als der schwarze Neufundländer.
KOPF
: Kopfhaut ohne Falten, kurz und fein behaart. Kopfmodellierung markant
geprägt, edel im Ausdruck.
OBERKOPF
:
Schädel
: Breit und massig. Der Hinterhauptsstachel ist gut entwickelt.
Stop
: Deutlich, jedoch nicht so steil und ausgeprägt wie beim St.
Bernhardshund.
GESICHTSSCHÄDEL
:
Nasenschwamm
: Schwarz pigmentiert.
Fang
: Vor dem Stirnabsatz gemessen entspricht die Schnauzenlänge der
Schnauzentiefe.
Lefzen
: Trocken, schwarz pigmentiert; die möglichst straffe und nicht
geifernde Oberlefze soll die Unterlefze leicht decken.
Kiefer
/ Zähne
: Scherengebiss.
Backen
: Die mässig entwickelten Backen laufen allmählich in die
Schnauzenpartie.
Augen
: Mittelgross, mässig tief liegend, braun bis dunkelbraun,
hellbraun darf toleriert werden; mit freundlichem Blick; Lidspalte mandelförmig
Lidbindehaut nicht sichtbar. Ausgesprochen helle Augen (schwefel- oder
graugelb) sind fehlerhaft, ebenso zu enger Augenstand.
Ohren
: Mittelgross, wenn gegen die Augen gelegt bis zum inneren
Augenwinkel reichend, von dreieckiger Form, unten etwas gerundet, hoch am
Oberkopf, aber nicht zu weit hinten angesetzt und den Kopfseiten glatt und
dicht anliegend; mit feiner kurzer Behaarung, längere Haarfransen nur am
hinteren Teil der Ohrenwurzel.
HALS
: Der Hals, im Querschnitt nicht ganz rund, sondern leicht eiförmig,
steigt muskulös und breitnackig aus der Schulter-Brust-Partie gegen den
Kopf an. Bei symmetrischem Bau beträgt seine Länge vom Hinterhauptbein
bis zum Widerrist ungefähr ¾ bis 4/5 der Kopflänge vom Hinterhauptbein
bis zur Nasenspitze gemessen. Ausgeprägte Kehl- oder Halswamme ist nicht
erwünscht.
KÖRPER
: Die Länge vom Widerrist zum Rutenansatz entspricht ungefähr der
doppelten Kopflänge. Von den Schultern bis zur Kruppe breit und kräftig.
Rücken
: Straff, gerade.
Lenden
: Muskulös.
Kruppe
: Breit, durch starke Muskelpolster seitlich und nach hinten schön
abgerundet.
Brust
: Zwischen den sehr muskulösen Schultern ist die Brust tief und
breit mit entsprechend kräftiger Rippenwölbung des Brustkorbes.
Bauch
: Wenig aufgezogen. Zwischen Bauch und Lenden soll eine flache
Vertiefung der Flankengegend deutlich sichtbar sein. Schwacher Rücken,
Senkrücken, schlaffe Lenden, zu kurze letzte Rippen so wie ein stark
aufgezogener Bauch sind fehlerhaft.
RUTE
: Stark, höchstens bis etwas unter das Sprunggelenk reichend, sehr dicht
und buschig behaart, aber ohne eigentliche Fahne. In der Ruhe soll der
Hund im Stand die Rute abwärts hängend tragen, mit eventuell, am Ende
einer leichten Biegung nach oben.
In
der Erregung und in der Bewegung darf er sie gerade ausgestreckt mit einer
leichten Biegung des Endes nach oben tragen. Verbogene oder über dem Rücken
geringelt getragene Ruten sind zu verwerfen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND
: Starke, von der Schultergegend kommende Muskelmassen umlagern
den kräftigen Oberarmknochen, dem sich unter richtiger Winkelung die mächtigen
Knochen des von vorne gesehen vollkommen geraden, gut bemuskelten Laufes
anschliessen. Der ganze Lauf ist bis zum Sprunggelenk leicht befedert.
Ellenbogen
: Sie liegen dem tiefsten Teil des Brustkorbes an, stehen
ziemlich hoch und sind genau nach rückwärts gerichtet.
HINTERHAND
: Sie soll kräftig sein. Die Hinterläufe müssen durchwegs frei
beweglich sein und sollen starke Knochen haben, die von kräftigen Muskeln
überlagert sind. Die Hinterläufe sind mässig befedert.
Oberschenkel
: Besonders breit entwickelt.
Afterkrallen
: Sie sind zu verwerfen und sollen möglichst bald nach der
Geburt entfernt werden. Kuhhessige Stellung und Mangel an Winkelung sind
Fehler.
GANGWERK
: Die Bewegung und Gangart der muskulösen Läufe ist leicht fördernd und
geräumig.
HAARKLEID
HAAR
:
Die Behaarung soll mit Ausnahme des Kopfes, lang, möglichst schlicht und
dicht sein und bei der Berührung sich fein anfühlen. Das Deckhaar ist
durchsetzt mit Unterwolle, aber nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer.
Leicht gewelltes Deckehaar auf dem Rücken und an den Oberschenkeln ist
nicht zu beanstanden. Das gegen den Strich gebürstete Haar muss von
selbst wieder in die richtige Lage zurückfallen.
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